MILLA - Kopfgeburt oder ernstzunehmender Reformvorschlag

Das Stichwort Digitalisierung fällt aktuell fast immer, wenn es um Bildung geht. Hier diskutieren wir alles rund um dieses Thema in Bezug auf die Erwachsenen- und Weiterbildung.
Ich denke auch, daß ein wenig weniger Aufregung der Qualität der Diskussion gut täte.
Auch wenn das weniger Schlagzeilen produziert. S. auch der Kommentar von Ulrich Scharlack auf Twitter:

https://twitter.com/ulrichscharlack/sta ... l 24, 2019

Ich glaube, daß MILLA ein wichtiger Impuls in der Debatte um Lebenslanges Lernen und für die nationale Weiterbildungsstrategie relevant ist.

Ob es das beste politische Konzept ist, kann ich nicht beurteilen, da mir aus dem politischen Kontext keine Konzepte mit ähnlichem Detailgrad bekannt sind. Es scheint also das bis dato konkreteste zu sein.

Alexander Zumdieck
Lars Kilian hat geschrieben:
26. April 2019, 11:46
Hallo zusammen,

es hat sich sicher schon rumgesprochen, aber ich möchte an der Stelle noch auf die News verweisen: Susanne Witt hat unter dem Titel "MILLAs Zukunft ist ungewiss" gestern bei wb-web die aktuelle Diskussion vorgestellt: [url]https://wb-web.de/aktuelles/millas ... ewiss.html[/url]
Vom Tisch ist das Thema hingegen m.E. nicht. Wenn man einen Blick in die Digitalstrategie "Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen. " des BMBF schaut, gibt es Hinweise, dass hier weitergearbeitet wird. Auf Seite 21 werden drei Bausteine für "eine nach allen Seiten hin offene, anschluss- und anpassungsfähige digitale Architektur für Bildung, Weiterbildung und bessere Bildungschancen" finden sich u.a. folgende Punkte:
"• die Transparenz im vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot steigern,
• die IT-gestützte Information und Beratung verbessern,
• bislang wenig verbundene Leit-Plattformen und -datenbanken verknüpfen,
• Ansätze für die Standardisierung von Bildungszertifikaten („digital badges“) entwickeln,"

Beste Grüße
Lars Kilian
Hallo zusammen,

es hat sich sicher schon rumgesprochen, aber ich möchte an der Stelle noch auf die News verweisen: Susanne Witt hat unter dem Titel "MILLAs Zukunft ist ungewiss" gestern bei wb-web die aktuelle Diskussion vorgestellt: [url]https://wb-web.de/aktuelles/millas ... ewiss.html[/url]
Vom Tisch ist das Thema hingegen m.E. nicht. Wenn man einen Blick in die Digitalstrategie "Digitale Zukunft: Lernen. Forschen. Wissen. " des BMBF schaut, gibt es Hinweise, dass hier weitergearbeitet wird. Auf Seite 21 werden drei Bausteine für "eine nach allen Seiten hin offene, anschluss- und anpassungsfähige digitale Architektur für Bildung, Weiterbildung und bessere Bildungschancen" finden sich u.a. folgende Punkte:
"• die Transparenz im vielfältigen Aus- und Weiterbildungsangebot steigern,
• die IT-gestützte Information und Beratung verbessern,
• bislang wenig verbundene Leit-Plattformen und -datenbanken verknüpfen,
• Ansätze für die Standardisierung von Bildungszertifikaten („digital badges“) entwickeln,"

Beste Grüße
Lars Kilian
Warum ich nicht nach Berlin fahre und in der #Expertenrunde zu #MILLA mitarbeite, begründe ich in einem Kommentar.
https://allesauszucker.wordpress.com/20 ... ent-1808 …
Auf unserer neuen Seite MILLA - „Modulares Interaktives Lebensbegleitendes Lernen für Alle“ stellen wir Ihnen laufend Stellungnahmen und Positionen zu dem Vorhaben zur Verfügung.
Wie der Fußball im Thermomix unsere Zukunft rettet
So lautet der Titel meines Blogpost, der etwas zu ausführlich geraten ist, um ihn hier komplett abzubilden.https://allesauszucker.wordpress.com

Über eine Antwort auf die letzte Frage freue ich mich.
Beste Grüße aus Sierksdorf
Die CDU hat auf dem 31. Bundesparteitag den Beschluss zu MILLA gefasst. Hier können Sie den Beschluss lesen: https://wb-web.de/aktuelles/milla-der-beschluss.html
Unter dem Titel „Ein offener Brief: MILLA, Schulcloud und das offene Netz“ analysieren und diskutieren auch Christian Friedrich und Bernd Fiedler das Konzept MILLA in einem Blogbeitrag. Dieses haben sie sich angesehen und in den Kontext anderer Plattformen für Bildung in Deutschland gesetzt, insbesondere mit einem Blick auf das offene Netz, freie Inhalte und freie Software.
Hier können Sie den Blogbeitrag lesen. https://wb-web.de/aktuelles/ein-offener ... netz.html
Hallo,
Wir werden sehen, ob, wie und wann Milla umgesetzt wird. Letztlich wird der Lernende entscheiden, ob dieses Projekt ein Erfolg wird.

FG
A. Lehr
Ich möchte mich hier den Vorredner_innen anschließen: Klasse, dass es eine Initiative für Weiterbildung gibt. Da kommt was in Gang. Und ist erstmal ein guter Wurf – denn es lädt zur Diskussion ein, denn die hat es sicher nötig.
Jetzt wäre es mE an der Zeit – ganz im Sinne von ‚digitaler Weiterbildung‘ – gemäß des DesignThinking Ansatzes auch mal möglicher Nutzer_innen mit einzubeziehen. Am Ende ist eine Plattform nur so gut, wie sie genutzt wird. Und Nutzer_innen werden schon sagen, was sie suchen, wünschen, brauchen.
Auch gilt: Weiterbildung wofür? Natürlich ist Beruf und ein gutes Einkommen ein wesentlicher Teil, aber nicht der Einzige.
Und warum ‚Währung‘? Das ist im Zeichen der Digitalisierung doch ein alter Hut. Wo die Reise hingeht, zeigen algorithmische Assessments. Am Beispiel Beruf: gibt es klare Jobprofile, die Tätigkeiten und damit Kompetenzen fordern, dann ‚weiß‘ auch der Algorithmus, wer am besten passt – da braucht es keine ‚Währung‘ mehr. Und so können sich auch ‚Zertifizierungen‘ ergeben – absolvierte Kurse, die zu Kompetenzen führen, die häufig zu neuen Jobangeboten führen, ‚qualifizieren‘ sich selbst über den Erfolg.
Das bedeutet aber auch, dass viele Daten gesammelt und verfügbar sind. Ohne die kann man übrigens auch die ganzen Algorithmen und womöglich KI vergessen. Auch hier muss man schauen, was geht und und was das „Geschäftsmodell“ der Plattform ist: Wem die Plattform primär dienen soll: den Menschen, Arbeitgeber_innen oder Gesellschaft (mit Blick auf Ehrenamt z.B.).
Unter dem Titel "Endlich!? - Die digitale Weiterbildungsplattform MILLA - eine Stellungnahme" betrachtet Professor Michael Kerres das Vorhaben "MILLA". Die Problemanalyse offenbart Defizite des deutschen Weiterbildungssystems, die in dem MILLA-Papier benannt werden. Diese gilt es eingezuordnen. Die konkreten Vorschlägen in den grundlegenden politischen Konzepten einer digitalen Zukunft sind aus seiner Sicht zu verhandeln.
Ist eine zentralisierte Weiterbildungsdatenbank die Lösung? Oder bedarf es nicht viel mehr der Beratung von Weiterbildungsinteressierten? Welchen Vorteil hätte eine zentrale Weiterbildungsdatenbank? Wird damit nicht eine gigantische nationale Behörde zur Verwaltung aller Weiterbildungsangebote geschaffen - mit welchem Nutzen? Welche Rolle spielt der Staat bei der Beurteilung der Effektivität einer Weiterbildungsmaßnahme? Ist es gewollt, dass der Staat dies übernimmt? Wie steht es um die Autonomie der Hochschulen in der Planung ihres Weiterbildungsangebotes, welches bislang keiner staatlicher Regulierung unterliegt, wenn der Staat das Weiterbildungsangebot "koordinieren" möchte?
Dass die Zukunft der Weiterbildung maßgeblich digital geprägt sein wird, steht für Kerres außer Frage. Entscheidend ist aber, wie diese digitale Zukunft gestaltet wird. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf die Zukunft gilt es, in ihren Implikationen für das Zusammenleben in der Gesellschaft herauszuarbeiten und einer Verständigung zuzuführen.
Hier finden Sie die Stelungnahme (https://wb-web.de/aktuelles/endlich-die ... nahme.html) von Prof. Kerres.

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